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Pfund Sterling

£
Das Pfund Sterling (auch als britisches Pfund bezeichnet) ist die Währung des Vereinigten Königreichs einschließlich der Kanalinseln und der Isle of Man.

Das Währungssymbol £ leitet sich von dem lateinischen Wort libra „Pfund“ ab und kann im Deutschen wie alle Währungszeichen dem Geldbetrag wahlweise nach- oder vorangestellt werden. Der Standard ISO-4217-Währungscode lautet GBP (Great Britain Pound).

Über die Entstehung des Namens „Pfund Sterling“ (von Sterling als Benennung des englischen Silberpenny, über verschiedene Formen – vgl. westfränkisch esterling, altfranzösisch esterlin, mittellateinisch sterlingus und mittelhochdeutsch stœrlinc als Bezeichnung einer ausländischen Münze – abgeleitet von griechisch-lateinisch stater, dem biblischen Name einer großen Münze ) gibt es verschiedene Ansichten:

* Der Name Sterling taucht das erste Mal in einem französischen Dokument im 11. Jahrhundert auf. Er beschreibt eine bestimmte Qualität von Silber und so wurde diese Bezeichnung auch in die Benennung der ersten Silbermünzen als Pfund Sterling übernommen. Dies war aus der damaligen Sicht notwendig, damit die Menschen Vertrauen in das Münzgeld und dessen Einheitlichkeit bekamen oder, um es mit Adam Smiths Worten zu sagen: „Die ersten öffentlichen Stempel dieser Art, die auf die umlaufenden Metalle gedrückt wurden, sollten anscheinend in vielen Fällen dasjenige verbürgen, was zu verbürgen am schwierigsten und zugleich am wichtigsten ist, nämlich die Güte oder Feinheit des Metalls; sie mögen wohl der Sterlingmarke ähnlich gewesen sein, die man jetzt (Anm.: Ende des 18. Jahrhunderts) auf Silbergeschirr und Silberbarren prägt, …“

* Eine zweite mögliche Herkunft bezieht sich wieder auf den logischen Gebrauch der Währung. Schon im alten Rom wurde die Währung als ein römisches As bezeichnet, wobei As auch für Pfund stand. Damit wurde angezeigt, um welche Menge Kupfer es sich bei einer Einheit handelt. Dazu auch Adam Smith: „Die Unbequemlichkeit und Schwierigkeit, jene Metalle mit Genauigkeit zu wägen, gab die Veranlassung zur Verfertigung der Münzen, deren Stempel, …, für genügend erachtet wurde, nicht nur die Feinheit, sondern auch das Gewicht des Metalles zu verbürgen. … Die Namen dieser Münzen scheinen ursprünglich das Gewicht oder die in ihnen enthaltene Metallmenge ausgedrückt zu haben.“

Folglich kann der Name „Pfund Sterling“ als die Überlieferung der Bewältigung der beiden größten Probleme bei der Einführung einer einheitlichen Währung gesehen werden, nämlich durch Qualität und Menge des Metalls einen einheitlichen Wert für die Münzen zu erzeugen. Heute bezeichnet man die Währung in der Regel nur noch als „Pfund“ oder „britisches Pfund“, der Name „Sterling“ geriet in den Hintergrund. In offiziellen Angelegenheiten und zur Unterscheidung von Währungen heißt es noch heute „Pfund Sterling“.

Das Pfund ist etwa 1200 Jahre alt und damit die älteste Währung der Welt, die immer noch in Gebrauch ist.

Im Königreich Kent wurden seit etwa 765 n. Chr. die leichten Sceattas (Bezeichnung einer frühmittelalterlichen Münzsorte) durch schwerere Silberstücke abgelöst. Um 775 n. Chr. gaben die angelsächsischen Könige zum ersten Mal Silbermünzen nach dem Vorbild des karolingischen Denars heraus.

Eingeführt wurde der Silberpenny von König Offa von Mercia (757–796), dem ersten angelsächsischen König. Dabei orientierte man sich in Gewicht und Feinsilbergehalt an den karolingischen Pfennigen auf dem Festland, wie sie im Frankenreich seit etwa 755 n. Chr. geschlagen wurden. Aus einem Pfund Silber wurden genau 240 Silber-Sterlinge geprägt. Diese Zahl geht ebenfalls auf die karolingische Münzreform zurück, die das Karlspfund in 20 Solidi (Schillinge) zu je 12 Denarii (Pfennigen) einteilte. Das Gewicht des Silberpenny wurde auf knapp über 1,3 Gramm erhöht, um es an den karolingischen Denar anzupassen. Durch diese Bemessung wurde das Pfund Sterling nicht nur zu einer Massen- bzw. Gewichtseinheit für Silber, sondern auch zu einer Zähleinheit für silberne Kleinmünzen. Musste eine hohe Summe geleistet werden, bürgerte sich der Begriff „Pounds of Sterling“ ein. Dieser wurde später auf das noch heute geläufige Pound Sterling (Pfund Sterling) gekürzt.

Country

Britisches Territorium im Indischen Ozean

Das Britische Territorium im Indischen Ozean (englisch: British Indian Ocean Territory) ist ein Britisches Überseegebiet, das heute nur noch den Chagos-Archipel umfasst.

Der Archipel besteht aus sieben Atollen mit rund 60 größtenteils unbewohnten kleinen Inseln. Er liegt bei. Die größte Insel ist Diego Garcia im gleichnamigen Atoll. Die übrigen Atolle sind die Great Chagos Bank, der größte Atollkomplex der Erde (mit Nelsons Island, Danger Island, Eagle Islands und Three Brothers), Peros Banhos, die Salomon Islands, die Egmont Islands sowie ferner das Blenheim Reef und die Speakers Bank, die nur bei Niedrigwasserstand die Wasseroberfläche erreichen und keine Inseln aufweisen.

Guernsey

ist die zweitgrößte der britischen Kanalinseln. Die Kanalinseln sind weder Teil des Vereinigten Königreiches noch Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (englisch crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Sie sind gesonderte Rechtssubjekte und daher auch nicht Teil der Europäischen Union.


Isle of Man

Die Isle of Man [] (früher auch Isle of Mann; deutsch Insel Man, Ellan Vannin [] oder kurz Mannin []) ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist als autonomer Kronbesitz ( crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet. Des Weiteren stellt sie ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist kein Mitglied der Europäischen Union. Die Insel Man ist bekannt als Steueroase und Sitz von Offshoreunternehmen sowie für das Motorradrennen Isle of Man TT.


Jersey

Jersey (englische Aussprache [], französische Aussprache [], normannisch Jèrri []) ist die größte und mit gut 100.000 Einwohnern zugleich bevölkerungsreichste Kanalinsel. Sie liegt im Ärmelkanal in der Bucht von Saint-Malo, rund 150 km vor Großbritannien und etwa 25 km vor der Westküste der nordfranzösischen Halbinsel Cotentin. Zu den anderen Kanalinseln betragen die (Luftlinien-)Entfernungen 28 km nach Guernsey, 20 km nach Sark und 50 km nach Alderney. Jersey ist die sonnenreichste aller britischen Inseln und verfügt über ausgedehnte Strände. Die Hauptstadt ist Saint Helier.

Jersey ist wie die anderen Kanalinseln weder ein Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (englisch crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Die Kanalinseln insgesamt sind aus diesem Grund gesonderte Rechtssubjekte und nicht Teil der Europäischen Union (EU), werden aber in Handels- und Zollfragen wie ein Teil der EU behandelt. Allerdings gehört Jersey nicht zum europäischen Steuergebiet für Verbrauchs- und Mehrwertsteuern, weshalb bei Einfuhren aus Jersey in die EU die Einfuhrumsatzsteuer beim Zoll zu entrichten ist.

Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich (englisch United Kingdom, internationale Abkürzung: UK, Kfz-Kennzeichen: GB), ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener europäischer Staat. Im deutschen Sprachgebrauch wird er auch fälschlicherweise als Großbritannien oder sogar nur als England bezeichnet. Großbritannien umfasst jedoch nur die Hauptinsel der Britischen Inseln (weshalb Nordirland zwar Teil des Vereinigten Königreichs, aber nicht von Großbritannien ist), und England bezeichnet lediglich einen Landesteil des Vereinigten Königreichs.

Das Vereinigte Königreich ist eine Union aus den vier Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland, und bildet den größten Inselstaat Europas. Mit rund 65,6 Millionen Einwohnern ist das Vereinigte Königreich der drittbevölkerungsreichste Staat der Europäischen Union. Es ist Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen. Es ist Atommacht, ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates und einer der G7-Staaten. Mit einem Referendum am 23. Juni 2016 wurde der Austrittsprozess aus der Europäischen Union in Gang gesetzt.

Sprache

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