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Spanische Sprache

Die spanische oder auch kastilische Sprache (Eigenbezeichnung español [] bzw. castellano []) gehört zum romanischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und bildet mit dem Aragonesischen, dem Asturleonesischen, dem Galicischen und dem Portugiesischen die engere Einheit des Iberoromanischen. In einer weiter gefassten Sicht kann das Spanische auch noch zusammen mit dem Katalanischen, dem Französischen, dem Okzitanischen und weiteren kleineren romanischen Sprachen wie Norditalienisch in die Westromania eingeordnet werden.

Die Wissenschaft, die sich mit der spanischen Sprache und spanischen Literatur beschäftigt, heißt Hispanistik. Der spanische Sprachraum wird als Hispanophonie bezeichnet. Spanisch ist wegen des historischen Kolonialismus’ die häufigste Muttersprache auf dem amerikanischen Doppelkontinent und gilt z. B. durch die Funktion als Amtssprache zahlreicher internationaler Organisationen als Weltsprache. (In Spanien selbst ist Spanisch jedoch nicht die einzige Sprache, siehe Sprachen in Spanien). Mit der Pflege der spanischen Sprache weltweit ist das Instituto Cervantes betraut.

Geschrieben wird Spanisch mit lateinischen Buchstaben. Im modernen Spanisch werden zusätzlich der Akut-Akzent für Vokale sowie die beiden Zeichen ñ und ü verwendet. In älteren Wörterbüchern finden sich auch das ch und ll noch als eigenständige Buchstaben.

Am Ende der Punischen Kriege versuchte das Römische Reich, mit dem Sieg über Karthago seinen Einfluss vom Nordosten Hispaniens aus über die ganze iberische Halbinsel schrittweise auszubauen. Die römische Militärpräsenz einerseits und der Ausbau der römischen Verwaltungsstrukturen andererseits führten dazu, dass sich die lateinische Sprache fast in der ganzen iberischen Einflusssphäre verbreitete. Latein wurde zur Amtssprache und dadurch zur dominierenden Verkehrssprache im westlichen Mittelmeerraum. Sodann entwickelte sich ein regionales Volkslatein, sermo vulgaris oder Vulgärlatein, das in der römischen Kaiserzeit von Militärpersonen, den Legionären, aber auch Händlern, Einwanderern aus anderen römischen Provinzen sowie administrativem Personal, den Beamten, gesprochen wurde, sich jedoch vielfach im Hinblick auf phonetische, syntaktische, morphologische und lexikalische Strukturen von der lateinischen Schrift- und Hochsprache unterschied. Dennoch stellte diese verwendete Umgangssprache keine fest umrissene Sprache mit einer definierten Struktur dar.

In der Spätantike führten die politischen und ökonomischen Veränderungen letztlich zum Untergang des Römischen Reiches. In der Zeit zwischen 375 und 568 kam es zur Völkerwanderung sowie zur Reichsteilung und Anfang des 7. Jahrhunderts zum Übergang zum Byzantinischen Reich im östlichen Mittelmeerraum. Es folgte die Phase der westgotischen Okkupation und der Ausbreitung des islamischen Herrschaftsbereichs im Süden (al-Andalus) der Iberischen Halbinsel. Dabei hatte die westgotische Kultur weit weniger Einfluss auf die von der Bevölkerung gesprochene und in Entstehung befindliche spanische Sprache, als es durch die islamischen Okkupanten erreicht worden war (siehe Mozarabische Sprache). Im Zeitraum von 711 bis 719 zerstörten die aus Nordafrika kommenden muslimischen Eroberer (Araber und Berber) das Westgotenreich und eroberten fast die gesamte Iberische Halbinsel (Islamische Expansion). Die christliche Rebellion gegen die muslimische Fremdherrschaft begann 718 in Asturien und wurde zum Ausgangspunkt der Reconquista (siehe auch Zeittafel Reconquista). Letztere endete erst im Jahr 1492 mit dem vollständigen Auflösen des letzten muslimischen Herrschaftsbereichs im Emirat von Granada und der Vertreibung der Juden aus Spanien.

Das erste bekannte schriftliche Dokument aus Spanien wurde von einem Mönch im Kloster San Millán de la Cogolla verfasst. Die Glosas Emilianenses, ursprünglich in lateinischer Sprache verfasst, erschienen 964 auf Westaragonesisch (auch Navarro-Aragonesisch), einer iberoromanischen Sprache, die aus dem Vulgärlatein hervorging und eng mit dem Kastilischen verwandt ist. Mit der Reconquista breiteten sich schließlich die Sprachen des Nordens im Süden der Iberischen Halbinsel aus, besonders erfolgreich waren das Kastilische im Zentrum der Halbinsel sowie das Galicische im Westen (siehe auch Alfons VI.).

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstand die Historia Roderici, welche die Taten von El Cid zunächst auf Latein erzählte. Später erschien im Jahr 1235 ein handschriftliches und im Altspanischen geschriebenes Epos, El Cantar de Mio Cid.

Anschließend kam mit Alfonso X. (dem Weisen) ein vielseitig gebildeter Monarch an die Macht, der sich schon vor seiner Inthronisation durch das Verfassen von Texten auszeichnete. Während seiner Herrschaft vollendete er sein umfangreiches Gesamtwerk mit Themen zu Wissenschaft (Astronomie), Geschichte und Recht. Er war als intellektueller Angelpunkt für die Konsolidierung der spanischen Sprache sowie deren Emanzipation vom Lateinischen bzw. Vulgärlateinischen die herausragende Person im 13. Jahrhundert.

Zur Zeit der katholischen Könige entstanden mit dem bekannten lateinisch-spanischen Wörterbuch Universal vocabulario en latín y en romance (1490) durch Alfonso Fernández de Palencia eine Reihe von Wörterbüchern. De Palencia stützte sich dabei auf das lateinisch-lateinische Wörterbuch Elementarium Doctrinae Rudimentum des aus Italien stammenden Papias, welches um die Jahre 1040 bis 1050 entstanden war, und fügte dem lateinischen Lexikon kastilische Ausdrücke hinzu.

Im Jahre 1492 erschien von Antonio de Nebrija die Gramática de la lengua castellana („Grammatik der kastilischen Sprache“). Nebrijas Grammatik war die erste gedruckte Grammatik einer romanischen und nichtklassischen Sprache. Der Chilene Andrés Bello beschäftigte sich ebenfalls sprachwissenschaftlich. Seine Befürchtung war, die spanische Sprache könne in den nun unabhängigen Ländern Hispanoamerikas eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie es das Lateinische mit ihrer Aufsplitterung in die verschiedenen romanischen Sprachen nahm. Sein erklärtes Ziel war demnach, mit seiner Grammatik zur Einheit der spanischen Sprache beizutragen.

Country

Äquatorialguinea

Die Republik Äquatorialguinea, allgemein als Äquatorialguinea bezeichnet, ist ein Staat in Subsahara-Afrika. Der Festlandteil des Staates grenzt im Norden an Kamerun, im Süden und Osten an Gabun und im Westen an den Golf von Guinea. Der südlichste Teil des Staatsgebietes, die Insel Annobón oder Pagalu, liegt 156 Kilometer südlich des Äquators, der Rest nördlich davon. Obwohl es der Name des Landes vermuten lässt, verläuft der Äquator nicht durch das Staatsgebiet Äquatorialguineas.

Die staatstragende Bevölkerungsgruppe der ehemaligen spanischen Kolonie sind die Fang, eine marginalisierte Minderheit sind die Bubi. Das Land ist besonders entlang der Küstengebiete reich an Erdölvorkommen, deren Einnahmen allerdings nur einer kleinen – politisch einflussreichen – Elite zugutekommen. Das hohe Pro-Kopf-Einkommen nähert sich dem europäischen Durchschnitt. Trotzdem ist die Armutsquote hoch. Die Verletzungen der Menschenrechte sind deutlich zurückgegangen, aber das Land bietet keine Rechtssicherheit.

Katar

Katar ([], auch [],, im lokalen Dialekt Giṭar) ist ein Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Das Land wird als absolute Monarchie regiert. Staatsreligion ist der Islam und die Scharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung. Katar ist mit einem kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 124.529 US-Dollar pro Kopf das materiell reichste Land der Welt (Stand 2017).

Der Staat Katar liegt auf einer Halbinsel und grenzt im Süden an Saudi-Arabien. Vor der Küste im Nordwesten liegt das Königreich Bahrain. Von Süden nach Norden dehnt sich das Land rund 180 Kilometer, von Westen nach Osten 80 Kilometer aus. Das Staatsgebiet schließt einige Inseln ein. Die im Westen gelegenen Hawar-Inseln sind allerdings bahrainisches Staatsgebiet.

Gibraltar

Gibraltar ( [], []) ist ein britisches Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel. Es steht seit 1704 unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten, wird jedoch seitdem von Spanien beansprucht.

Gibraltar ist eine Halbinsel, die die Bucht von Algeciras östlich begrenzt, und liegt an der Nordseite der Meerenge Straße von Gibraltar, an der Europa und Afrika sich am nächsten sind. Das Territorium umfasst eine Landfläche von 6,5 km², wobei die Grenze zwischen Gibraltar und Spanien nur 1,2 Kilometer lang ist. Auf der spanischen Seite der Grenze liegt die Stadt La Línea de la Concepción. Die von Gibraltar beanspruchte Meeresfläche reicht bis zu drei Seemeilen vor die Küste.

Spanien

Spanien (amtlich Königreich Spanien, [], auf Galicisch Reino de España, Katalanisch Regne d’Espanya, Asturisch Reinu d’España, Baskisch Espainiako Erresuma, Aranesisch Reialme d’Espanha, Aragonesisch Reino d'Espanya) ist ein Staat auf der Iberischen Halbinsel im Südwesten Europas mit zwei Exklaven in Nordafrika.

Staatsform ist eine parlamentarische Erbmonarchie. Spanien untergliedert sich in 17 autonome Gemeinschaften und zwei autonome Städte, Ceuta und Melilla. Die Hauptstadt und größte Metropole ist Madrid, weitere Ballungszentren sind Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao, Zaragoza und Málaga.

Aruba

Aruba [] ist eine der drei ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao), die geologisch zu Südamerika gehören und Teil der Kleinen Antillen in der südlichen Karibik sind. Die Insel liegt 25 Kilometer nördlich von Venezuela. Sie ist neben Curaçao und Sint Maarten sowie den Niederlanden (bestehend aus den Niederlanden in Europa, sowie Bonaire, Sint Eustatius und Saba in der Karibik) eines der vier gleichberechtigten Länder des Königreiches der Niederlande. Wie die anderen Länder hat auch Aruba eine eigene Verfassung, Währung und Regierung. Die Insel genießt vollkommene innere Autonomie, ist aber kein souveräner Staat (besitzt keine äußere Souveränität).

Aruba ist die westlichste und kleinste der drei ABC-Inseln. Sie ist überwiegend flach, max. 30 km lang und max. 9 km breit. Der höchste Berg ist der Jamanota mit 188 m. Die bemerkenswerte Erhebung ist der Hooiberg, der von der Insel überall gesehen wird, und 168 m hoch ist. Die Insel zeichnen kilometerlange weiße Strände aus, während der Osten durch teilweise bizarre Felsküsten geprägt ist.

Belize

Belize [] ist ein Staat in Zentralamerika. Er entstand im Jahre 1981 aus der Kolonie Britisch-Honduras. Belize grenzt an Mexiko und Guatemala.

Belize ist der einzige zentralamerikanische Staat, in dem Englisch Amtssprache ist. Etwa ein Drittel der Bevölkerung von Belize hat afrikanische Vorfahren. Die Kultur des Landes ist von den Maya beeinflusst. Seit 1981, dem Jahr seiner Entstehung, ist Belize Mitglied des Commonwealth of Nations.

Costa Rica

Costa Rica ([], spanisch für „reiche Küste“), früher auch Kostarika, ist ein Staat in Zentralamerika, der im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama grenzt. Im Osten ist er durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik begrenzt. Das Land gilt als eines der fortschrittlichsten Lateinamerikas. So wurde die Armee bereits 1948 zugunsten der Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft, das Land gewinnt knapp 100 % seines Strombedarfs aus regenerativen Quellen und der Ökotourismus wird stark gefördert. Rund 27 % der Landesfläche stehen unter Naturschutz.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Region ist es seit den 1950er Jahren eine stabile Demokratie und blieb durch frühzeitige sozialpolitische Maßnahmen von der in Lateinamerika des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten Problematik der sozialen Unruhen, Bürgerkriege und Diktaturen verschont. Angesichts damaliger bewaffneter Konflikte in benachbarten Ländern erklärte es 1983 seine „dauerhafte und aktive unbewaffnete Neutralität“ und wird auch als „die Schweiz Zentralamerikas“ bezeichnet.

Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik ist ein auf der Insel Hispaniola der Großen Antillen zwischen dem Atlantik und der Karibik gelegener Inselstaat. Er umfasst den Osten und die Mitte der Insel, das westliche Drittel gehört zum Staat Haiti.

Die Staatsangehörigen heißen auf Deutsch Dominikaner. Die Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit der Insel Dominica, die zu den Kleinen Antillen gehört und deren Staatsangehörige Dominicaner heißen.

El Salvador

El Salvador ([], spanisch „der Erlöser“, „der Heiland“) ist ein Staat in Zentralamerika. Er grenzt im Nordwesten an Guatemala, im Nordosten an Honduras und liegt am Pazifik. El Salvador ist das kleinste Land der Region, weist zugleich deren höchste Bevölkerungsdichte auf und liegt in einem Erdbebengebiet.

Mit einer Fläche von 21.041 km² ist El Salvador ungefähr so groß wie Hessen. Die Küstenlinie zum Pazifik und zum Golf von Fonseca im Süden erstreckt sich über eine Länge von 307 km. Als einziges Land in Mittelamerika hat El Salvador keinen direkten Zugang zum Karibischen Meer.

Guatemala

Guatemala ([], offiziell Republik Guatemala, spanisch República de Guatemala) ist der bevölkerungsreichste Staat in Zentralamerika im Süden der Halbinsel Yucatán. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Das Land hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Golf von Honduras, einem Teil des Karibischen Meers, und im Südwesten die Pazifikküste.

Der Name Guatemala (früher im Romanischen auch „Goathemala“ geschrieben) leitet sich vom toltekischen (Nahuatl-) Wort Cuauhtēmallān ab, was so viel wie „Land der Bäume“ bedeutet. Es gibt aber noch 16 andere Theorien zur Entstehung des Namens Guatemala. So könnte Guatemala aus dem Breiapfelbaum, dem sogenannten Kuautemalli in der Sprache Nahuátl entstanden sein. Eine weitere Theorie besagt, dass Guatemala von Coctemalan, der Wolfsmilchpflanze hergeleitet wurde. Dieses Yerba-Mala (Wolfsmilchgewächse) gab es vermehrt rund um Iximché, einer vorspanischen Mayastadt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Name von Guhate-zmal-ha dem Berg des dampfenden Wassers abstammt.

Honduras

Honduras ([], spanische Aussprache [], vollständige Bezeichnung Republik Honduras, spanisch República de Honduras) ist ein Staat in Zentralamerika. Honduras grenzt an Nicaragua, El Salvador und Guatemala. Der Landesname leitet sich von dem spanischen Wort hondura ab, das Tiefe bedeutet.


Kuba

Kuba (spanisch Cuba, amtliche Bezeichnung República de Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Er grenzt im Nordwesten an den Golf von Mexiko, im Nordosten an den Atlantischen Ozean und im Süden an das Karibische Meer. Hauptstadt des Landes ist Havanna, die größte Metropole der Karibik.

Kolumbus nannte die Insel bei ihrer Entdeckung zunächst Juana nach dem Prinzen Don Juan. Im Jahr 1515 ordnete dessen Vater Fernando II., König von Spanien, die Umbenennung in Fernandina an, denn nach ihm war bisher nur eine Insel der Bahamas (heute: Long Island) benannt worden.

Mexiko

Mexiko (spanisch: México oder Méjico [], nahuatl: Mexihco []), amtlich Vereinigte Mexikanische Staaten, span.: Estados Unidos Mexicanos, ist eine Bundesrepublik in Nordamerika, die 31 Bundesstaaten und den Hauptstadtdistrikt Mexiko-Stadt umfasst. Im Norden grenzt Mexiko an die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean, im Südosten an Guatemala, Belize und an das Karibische Meer, im Osten an den Golf von Mexiko. Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen Quadratkilometern ist Mexiko das fünftgrößte Land auf dem amerikanischen Doppelkontinent, global liegt das Land an vierzehnter Stelle. Weltweit liegt Mexiko mit einer Bevölkerungszahl von etwa 125 Millionen Menschen auf Platz elf und ist das einwohnerreichste spanischsprachige Land.

Das Land ist nach der Hauptstadt der Azteken, Mexico-Tenochtitlan (jetzt Mexiko-Stadt), benannt. Für die Herkunft der Bezeichnung Mexico (mēĭ'co) gibt es verschiedene, aber unbefriedigende Erklärungen. Wilhelm von Humboldt gibt seinerzeit den Hinweis, dass Mexico vom Namen der aztekischen Kriegsgöttin Mexitli abgeleitet wurde. Nach einer Erklärung stammt der Teil mē von mĕtl, was die Agavenpflanze (auch: Maguey) bezeichnet. Der Teil xĭ soll von xīctli (Nabel) abgeleitet sein und zusammen mit dem im Nahuatl häufigen Ortssuffix co beziehungsweise ko die Bezeichnung „der Platz, wo der Nabel (der Mittelpunkt) der Maguey liegt“ ergeben. Diese Ableitung ist jedoch unmöglich, da in den ersten beiden Fällen die im Nahuatl bedeutungsunterscheidende Vokallänge unterschiedlich ist. Stattdessen wird der Ortsname als regelmäßige Bildung von der in den Quellen gut belegten Volksbezeichnung mēĭ'tin (Plural) abgeleitet, deren Etymologie jedoch wie bei ähnlichen Namen undurchsichtig ist.

Nicaragua

Nicaragua [] (seltener auch Nikaragua) ist ein Staat in Zentralamerika. Er grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica sowie im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik.

Der Landesname leitet sich aus dem Nahuatl ab (nican ‚hier‘, aráhuac ‚Menschen‘). Andere Autoren führen den Landesnamen auf die Begegnung des spanischen Konquistadors Gil González Dávila mit dem Kaziken Nicarao zurück, die am 15. Oktober 1523 bei San Jorge/Rivas stattfand.

Panama

Panama ist ein Staat in Mittelamerika, der an Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten grenzt. Der das Land durchquerende Panamakanal verbindet die Karibik im Norden und den Pazifischen Ozean im Süden.

Panama erhielt 1903 seine Unabhängigkeit von Kolumbien. Danach stand das Land lange unter dem Einfluss der USA. Im Jahre 1999 gaben die USA schließlich die volle Kontrolle des Panamakanals an den Staat Panama ab. Dank der Einnahmen des Kanals zählt Panama heute zu den reichsten Ländern in Lateinamerika. Im Index der menschlichen Entwicklung belegte das Land 2016 Platz 60 von 188 Ländern.

Puerto Rico

Der Freistaat Puerto Rico ( [],, früher auch Portoriko) ist das größte und einwohnerreichste der Außengebiete der Vereinigten Staaten von Amerika. Es umfasst auch die Spanischen Jungferninseln.

Puerto Rico bedeutet „reicher Hafen“. Die Einwohner Puerto Ricos werden im Deutschen Puerto-Ricaner, im lateinamerikanischen Spanisch und auch auf der Insel selbst Boricua genannt. Der ursprüngliche Name der Insel Puerto Rico lautet auf Arawakisch Borikén, die Puerto-Ricaner nennen ihre Insel in Anlehnung daran häufig Borinquén. Für 95 % der Bevölkerung ist Spanisch die Muttersprache.

Trinidad und Tobago

Trinidad und Tobago ( [], []) ist ein karibischer Inselstaat, der die Inseln Trinidad und Tobago umfasst. Die Inseln sind die südlichsten der Kleinen Antillen und liegen vor der Küste Venezuelas. Trinidad und Tobago ist 5.128 km² groß und hat über 1,3 Millionen Einwohner.


Vereinigte Staaten

Die Vereinigten Staaten von Amerika (abgekürzt USA), kurz auch Vereinigte Staaten (englisch United States, abgekürzt U.S., US) genannt und häufig auch umgangssprachlich verkürzt zu Amerika (englisch America), sind eine föderale Republik. Diese besteht aus 50 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt (der Hauptstadt Washington, D.C.), fünf größeren Territorien und etlichen Inselterritorien. Die 48 zusammenhängenden Continental United States (häufig Lower 48 genannt) sowie Alaska liegen in Nordamerika, während Hawaii und kleinere Außengebiete im Pazifik beziehungsweise in der Karibik liegen. Das Land weist eine sehr hohe geographische und klimatische Diversität mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind der drittgrößte Staat der Erde, gemessen an der Fläche von 9,83 Millionen Quadratkilometern (nach Russland und Kanada) und gemessen an der Bevölkerung von etwa 328 Millionen Einwohnern (nach China und Indien). Die nach Einwohnerzahl größte Stadt ist New York City, bedeutende Metropolregionen sind Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Philadelphia, Washington, Miami, Atlanta, Boston und San Francisco, mit jeweils über 5 Millionen Einwohnern. Der Grad der Urbanisierung liegt bei 81,96 Prozent (Stand: 2015).

Argentinien

Argentinien ( []) ist eine Republik im Süden Südamerikas. Es grenzt im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay, im Osten an Brasilien und Uruguay und im Westen an Chile.

Der Landesname leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Silber – argentum – ab und stammt aus der spanischen Kolonialzeit, als man hier Edelmetalle zu finden hoffte. Bis zu seiner Unabhängigkeit 1816 war es Teil des spanischen Kolonialreiches. Politisch ist Argentinien eine präsidentielle Bundesrepublik, in der die einzelnen Provinzen weitreichende Kompetenzen haben.

Bolivien

Bolivien ( [], benannt nach Simón Bolívar, auf Quechua Puliwya und Aymara Wuliwya, offiziell: Plurinationaler Staat Bolivien ) ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay, im Osten und Norden an Brasilien grenzt.

Bolivien gilt als das ärmste Land Südamerikas; im Jahr 2016 belegte es Platz 118 von 188 Ländern im Index der menschlichen Entwicklung.

Brasilien

Brasilien (, gemäß Lautung des brasilianischen Portugiesisch [] ) ist der flächen- und bevölkerungsmäßig fünftgrößte Staat der Erde und auch das größte und mit seinen über 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Südamerikas, von dessen Fläche es 47,3 Prozent einnimmt. Bis auf die Länder Chile und Ecuador hat Brasilien mit jedem anderen südamerikanischen Staat eine gemeinsame Grenze.

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung durch Paläo-Indianer reichen ca. 30.000 Jahre zurück. Nach der europäischen Entdeckung Amerikas und der Aufteilung des südamerikanischen Kontinents durch den Vertrag von Tordesillas wurde Brasilien eine portugiesische Kolonie. Diese mehr als drei Jahrhunderte andauernde Kolonialzeit, in der Einwanderer verschiedenster Herkunft (freiwillig oder gezwungenermaßen) nach Brasilien kamen, trug erheblich zur heutigen ethnischen Vielfalt Brasiliens bei. Nach der im Jahre 1822 erlangten staatlichen Unabhängigkeit, auf die eine Zeit der konstitutionellen Monarchie folgte, wurde das Land 1889 als Vereinigte Staaten von Brasilien zu einer Republik. Nach der Zeit der Militärdiktatur ab 1964 kehrte das Land in 1985 zur Demokratie mit einem präsidentiellen Regierungssystem zurück.

Chile

Chile (Aussprache: [], dt. auch [], []), amtlich República de Chile, ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, der den westlichen Rand des Südkegels (Cono Sur) des Kontinents bildet. Chile erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung zwischen den Breitengraden 17° 30′ S und 56° 0′ S; somit beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung rund 4200 Kilometer. In west-östlicher Richtung liegt Chile zwischen dem 76. und dem 64. westlichen Längengrad und besitzt eine Ausdehnung von durchschnittlich weniger als 200 Kilometern. Wegen dieser – durch seine Lage am Westhang der Andenkordillere bedingten – ungewöhnlichen Form wird Chile schon seit seiner Entdeckung häufig „das langgestreckte Land“ genannt. Das Land grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru (auf einer Länge von 160 Kilometern), im Nordosten an Bolivien (861 km) und im Osten an Argentinien (5308 km). Die Gesamtlänge der Landgrenzen beträgt 6329 Kilometer. Daneben zählen die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Insel Salas y Gómez, die Juan-Fernández-Inseln (einschließlich der Robinson-Crusoe-Insel), die Desventuradas-Inseln sowie im Süden die Ildefonso-Inseln und die Diego-Ramírez-Inseln zum Staatsgebiet Chiles. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis. Über die vollständig zu Chile gehörende Magellanstraße hat das Land Zugang zum Atlantischen Ozean.

Chile belegt im Index der menschlichen Entwicklung den 38. Platz und liegt somit innerhalb Lateinamerikas an erster Stelle. Chile hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Lateinamerika und eine im lateinamerikanischen Vergleich hohe durchschnittliche Lebenserwartung. Nach Einschätzung der Weltbank ist Chile ein Schwellenland mit einem Nettonationaleinkommen im oberen Mittelfeld.

Ecuador

Ecuador ([], deutsch auch Ekuador; auf Kichwa Ecuador Mamallakta, ) ist eine Republik im Nordwesten Südamerikas zwischen Kolumbien und Peru und hat etwa 16 Millionen Einwohner. Die im Andenhochland (Sierra) auf 2850 m gelegene Hauptstadt heißt Quito; die größte Stadt Guayaquil liegt in der Pazifikküsten-Ebene (genannt Costa). Das Land ist nach der Äquatorlinie benannt, die durch das Staatsgebiet verläuft, wobei sich der Großteil desselben in der südlichen Hemisphäre befindet. Die zu Ecuador gehörenden Galápagos-Inseln befinden sich zwischen 928 km (kleinste Entfernung) und 1272 km (größte Entfernung) westlich der Küste im Pazifik.

Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika und ist geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Ecuador grenzt an Kolumbien (590 km), an Peru (1420 km) und an den Pazifischen Ozean. Die gesamte Länge der Landesgrenzen beträgt 2010 Kilometer. Die Landesfläche ist mit 283.561 km² etwas größer als die von Großbritannien (244.140 km²). Das vom Äquator durchquerte Land lässt sich in vier völlig unterschiedliche geographische Zonen aufteilen:

Kolumbien

Kolumbien (amtlich República de Colombia, ; Kurzform auf Spanisch Colombia) ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika und bevölkerungsmäßig der zweitgrößte Staat Südamerikas. Sie grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland im Nordwesten an Panama, im Osten an Venezuela, im Südosten an Brasilien, im Süden an Peru und im Südwesten Ecuador. Der Landesname ist von Christoph Kolumbus abgeleitet. Bogotá ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Kolumbiens und Hauptstadt des Landes.

Im Land gab es jahrzehntelange Bürgerkriege zwischen linken und rechten Gruppierungen. Mit der größten Rebellenorganisation FARC kam es jedoch 2017 zu einem Friedensvertrag und einer parlamentarischen Vereinbarung.

Paraguay

Paraguay (amtlich: República del Paraguay ; auf Guaraní: Tetã Paraguái) ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Die südliche und südöstliche Landesgrenze wird vom Fluss Paraná gebildet, die südwestliche sowie nordöstliche vom Río Paraguay, der das Land durchquert. Der Name des Flusses, nach dem auch der Staat benannt ist, stammt von der Sprache der Ureinwohner, Guaraní.

Paraguay ist, neben dem benachbarten Bolivien, einer der zwei Binnenstaaten des Kontinents Amerika. Im Nordwesten und Norden grenzt es mit 750 km an Bolivien, im Osten mit 1290 km an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien mit 1699 km. Die gesamte Grenzlänge beträgt 3739 Kilometer. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen.

Peru

Peru ([], auch [], auf Quechua Piruw Republika, Aymara Piruw Suyu,, amtlich Republik Peru) ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Die Etymologie des Landesnamens wird in der etymologischen Liste der Ländernamen erläutert.

Peru ist nach Brasilien und Argentinien flächenmäßig das drittgrößte Land in Südamerika. Die Länge der Landesgrenze mit Ecuador beträgt 1420 km, mit Kolumbien 1626 km, mit Brasilien 2995 km, mit Bolivien 900 km und mit Chile 160 km. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 7101 Kilometer.

Uruguay

Uruguay (amtlich República Oriental del Uruguay „Republik Östlich des Uruguay“ ) ist ein Staat im Südkegel Südamerikas. Es ist das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika. Uruguay grenzt im Norden an Brasilien, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Río de la Plata und im Westen (durch den Río Uruguay getrennt) an Argentinien.

Nach der Ankunft europäischer Siedler entwickelten sich die von den Spaniern ausgesetzten Pferde und Rinder auf den weiten Grasfluren der Pampa zu großen Herden, die die Grundlage für den wirtschaftlichen Reichtum des Landes bildeten. Uruguay gehört heute zu den stabilsten, demokratischsten und wohlhabendsten Ländern in Lateinamerika.

Venezuela

Venezuela (amtlich Bolivarische Republik Venezuela, [venezolanische Aussprache ]) ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Er grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien und im Osten an Guyana.

Venezuela wurde 1811 von der Kolonialmacht Spanien unabhängig. Im Land herrscht seit der Bolivarischen Revolution von 1999 ein sozialistisch ausgerichtetes Präsidialsystem der Regierungspartei Partido Socialista Unido de Venezuela. Seit 2014 wird Venezuela von dessen Parteivorsitzenden Nicolás Maduro regiert, dessen Regierungszeit zunehmend von politischen Protesten und internationaler Isolation geprägt ist. Experten und Beobachter von links bis rechts schätzen den Regierungstil als autoritär und beklagten die Einschränkungen von Gewaltenteilung, freier Wahl und demokratischen Prinzipien. Ein zustande gekommenes Abberufungsreferendum wurde 2016 mit Tricks unterbunden. Das seit 2015 oppositionelle Parlament wurde seit den Wahlen von 2015 durch Notverordnungen umgangen sowie zuerst im März 2017 durch den de facto vom Staatspräsidenten kontrollierten Obersten Gerichtshof entmachtet, danach wurde zur Entmachtung des Parlaments verfassungswidrig eine verfassunggebende Versammlung einberufen,, welche zudem die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega entließ, wozu nur das Parlament befugt war. Oppositionspolitiker wurden inhaftiert. Weltweit wurde das Land von Kritikern der Entmachtung des Parlaments im Jahr 2017 als auf dem Weg zu einer zivilen Diktatur oder, aufgrund der immens wichtigen Rolle des Militärs, zu einer Militärdiktatur gesehen.

Sprache

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